Freitag, 26. Juli 2013

"Alles wird gut"...

... dieses "lustige" Zitat durfte sich Ole diese Woche am Telefon anhören, als er mit dem Inhaber unserer Baufirma gesprochen hat. Nachdem wir nach dem geplatzen Heizungstermin am 10. Juli zwei Wochen gedanklich durch die Hölle gegangen sind, sollte uns diese Aussage wohl trösten. Dass wir uns nach allem, was schon schief gelaufen ist, dadurch nicht beruhigen ließen, versteht sich wohl von selbst. Dennoch haben wir seit vorgestern die Gewissheit, dass nun doch alles zwischen unserer Baufirma und der zuständigen Sanitärfirma geklärt ist und nächste Woche Mittwoch die Arbeiten fortgesetzt werden.

In der Zwischenzeit haben wir unzählige Telefonate mit der Sanitärfirma ("Ich glaube nicht, dass das noch was wird), unserem Bauleiter ("Ich weiß, es fällt schwer, zu vertrauen, nach allem, was passiert ist, aber wir kriegen das hin") und dem Firmeninhaber geführt, überlegt, ob wir die Wohnungskündigung zurücknehmen sollen, Mails und Sms verschickt und uns an verschiedenen Stellen beraten lassen, wie wir nun weitervorgehen sollen. Um es abzukürzen: es war erfolgreich und am 31. Juli nimmt die Sanitärfirma endlich die Heizung in Betrieb, installiert die Lüftungsanlage und stemmt hoffentlich auch den Estrich im Wohnzimmer auf, um das Abwasserrohr, das jetzt noch unschön hervorsteht, im Fußboden verschwinden zu lassen. Dann kann auch endlich der Estrich erhitzt werden. Erst wenn er einige Tage aufgeheizt worden und wieder abgekühlt ist, kann der Fliesenleger loslegen.

So wie es gestern im Telefonat mit unserem Bauleiter klang, will die Firma jetzt Gas geben, damit das Haus Ende August fertig ist. Nächsten Mittwoch sollen auch endlich unser Garagendach fertiggestellt und das Vordach gebaut werden. Die Erledigung dieser Posten wurde uns auch schon oft in den vergangenen Wochen versprochen. Mal gucken, ob die Baufirma diesmal Wort hält. Zudem sollen noch die Rohre im Kinderzimmer verkleidet werden, so dass wir dann auch die letzten beiden Räume im Obergeschoss streichen können. Alles andere haben wir an den letzten Wochenenden mit Unterstützung von Oles Vater und Bruder schon gestrichen. Auch wenn einige stellen noch ausgebessert werden müssen, sieht es doch schon recht gut aus. :-)

Seit unserem letzten Eintrag haben auch die Elektriker wieder ihre Arbeit aufgenommen. Auch sie wollten in der Zwischenzeit nicht mehr zu uns kommen - aus dem gleichen Grund wie die Sanitärfirma. Mittlerweile haben sie dafür gesorgt, dass wieder Strom auf der Baustelle ist und haben erste Steckdosen eingesetzt. Die Elektriker wollen nächsten Mittwoch ebenfalls vor Ort sein. Dann könnte es zur Abwechlung mal richtig voll auf unserer Baustelle werden, denn immerhin drei Firmen wollen gleichzeitig bei uns arbeiten.

Wann welche Arbeit im August ausgeführt werden soll, will uns der Bauleiter bis spätestens Dienstag mitteilen. Wir sind gespannt und freuen uns erstmal darüber, dass überhaupt wieder gearbeitet wird. Dieses Wochenende können wir selbst im Haus nichts ausrichten und gönnen uns erstmal ein freies Wochenende.

Hier noch ein paar Bilder:
Ole in voller Montur beim Grundieren der Wände

Der gestrichene Flur im Erdgeschoss

Im Badezimmer kann der Fliesenleger bald loslegen...
Unsere Altpapiertonne hat einen kleinen Bruder bekommen :-)

Dienstag, 9. Juli 2013

Es hätte so schön sein können...

Wieder einmal sind drei Wochen ins Land gegangen, in denen sich im Haus kaum etwas getan hat. In dieser Zeit wurden unsere Nerven mal wieder ordentlich auf die Probe gestellt, weil wir eigentlich unseren Küchentermin am 17. Juli halten wollten. Bis dahin hätten wir natürlich die Küchenwände streichen und der Fliesenleger die Fliesen verlegen müssen. Das erste Problem war, dass es keinen Fliesenleger gab, das zweite, dass die Fußbodenheizung immer noch nicht in Betrieb genommen wurde und somit der Estrich immer noch feucht ist. Letzten Freitag kam dann die gute Nachricht, dass ein Fliesenleger engagiert wurde (der hat sich auch direkt bei uns gemeldet) und am morgigen Mittwoch die Sanitärfirma die Heizung in Betrieb nehmen sollte. Bis heute Morgen war ich dann voller Vorfreude, morgen den Fliesenleger auf der Baustelle zu treffen und mit ihm alles zu besprechen. Am Wochenende wollten wir die Küche streichen und alles vorbereiten, damit die Zeichen endlich mal in Richtung Einzug stehen können.

Doch heute Vormittag kam dann der Anruf unseres Bauleiters: Die Sanitärfirma weigert sich, morgen auf die Baustelle zu kommen. Der einzige, der die Meinung der Firma ändern könnte, ist wohl der Chef unserer Baufirma. Aber der hat nichts Besseres zu tun, als in den Urlaub zu fahren. Nächste Woche ist er zurück und wir hoffen sehr, dass er sich schnell dahinter klemmt. Man könnte meinen, eine Woche mehr Bauzeit macht jetzt auch nicht mehr viel aus, aber nachdem Freitag alles so gut klang, haben wir unsere Wohnung zum 31. August gekündigt. Also haben wir eigentlich keine Zeit mehr zu verlieren.

Nicht nur wir sind gerade angesäuert, sondern auch unser Bauleiter. Der hatte sich nämlich die komplette letzte Woche dahinter geklemmt, damit es auf unserer Baustelle diese Woche voran geht. Also sind wir nicht die einzigen, die vom Firmenchef immer vertröstet und enttäuscht werden.

Die Folge: Unseren Küchentermin haben wir mittlerweile, glaube ich, zum vierten Mal verschoben. Neuer Termin ist der 19. August. Wenn es dann nicht klappt, weiß ich auch nicht mehr...

So weit zu den negativen Punkten. Seit unserem letzten Post hat sich ja trotzdem etwas getan: Unsere Schächte wurden gesetzt und heute kamen die Hausanschlüsse:
Die fertigen Abwasserschächte am 28. Juni

Moritz war begeistert vom Bagger in unserem Garten :-)
Damit der HWR für die Sanitärfirma vorbereitet ist, haben Ole und sein Vater zudem schon am letzten Wochenende die Wände grundiert und gestrichen:
Das Ergebnis der fleißigen Wochenend-Arbeiter: Der gestrichene HWR
Seit heute haben wir auch eine Altpapiertonne :-)


Am letzten Samstag haben wir uns außerdem schon um 9 Uhr morgens mit der Treppenbaufirma beim Haus getroffen und endgültig das Design für unsere Treppe ausgesucht. Heute sind wir dann noch nach der Arbeit zum Laminat-Kontor in Altona gefahren und haben unsere zukünftigen Bodenbeläge ausgesucht.

Wie geht's jetzt weiter? Ole trifft sich morgen früh mit unserem Bauleiter auf der Baustelle. Der soll sich auch den Schimmel ansehen, der in einigen Räumen entstanden ist (laut unserem Bausachverständigen zwar unschön, aber durchaus normal in dieser Bauphase), und wird ihn hoffentlich entfernen. Gleichzeitig werden auch die Trockenbauer vor Ort sein und die Badezimmer so weit vorbereiten, dass der Fliesenleger bald mit seiner Arbeit beginnen kann. Und auch die Elektrofirma wird nach dem Verlegen der Hausanschlüsse dafür sorgen, dass wieder Strom im Haus sein wird. Es geht also voran, auch wenn das wirklich Dringende - die Inbetriebnahme der Fußbodenheizung - weiter auf sich warten lässt.